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uaz_blog:olga_-_fakten

Olga - Fakten

Karosserie

Ja, die Verarbeitungsqualität der Karosse ist wirklich schlecht. Das Blech ist verbogen und sieht links anders aus als rechts. Die Schweißnähte sind grob bis gar nicht vorhanden… LOL

Dafür ist das Blech dick (0,8mm) und das generelle Design bewährt. In 60 Jahren hat sich nicht viel verändert, aber eben auch nicht verbessert. Hier darf man keinen VW Bus erwarten. Zumindest nicht aus neuzeitlicher Produktion. :-P

Mit 2880kg zulässiger Gesamtmasse und (je nach Leermasse) fast 1t Zuladung ist Olga auch wirklich praxistauglich. Erfahrungswerte und Tipps gibt es hier unter OLGA - Alltag und OLGA - Umbau.

Motor

Ganz im Gegensatz zur Karosse ist der Benzin-Motor von ZMZ ist wirklich Klasse! Es ist im weitesten Sinne eine kontinuierliche Weiterentwicklung des alten Wolga Motors, katapultiert in die neue Zeit.

Er hat gute und robuste (doppelte!) Steuerketten, aber Ventile braucht man Dank moderner Hydrostößel nicht mehr einstellen (wartungsarm). 8-)

Er ist mit seinen 2,7 Litern großzügig dimensioniert, ohne zu viel zu verbrauchen. Ich verbrauche im Schnitt ca. 12,5l/100km.

Er hat mit 112PS zwar relativ wenig Leistung - ist aber dafür nicht hochgezüchtet, d.h. auf Lebensdauer ausgelegt. Das Drehmoment von knapp 210Nm ist sehr gut und gleichmäßig, das heisst man kann relativ schaltfaul fahren.

Er ist ein komplett russisches Fabrikat aber alle Elektronik (Steuergerät + Sensoren) kommen von Bosch! :-) Und zu guter Letzt: Der Motor ist von Hause aus für Gasbetrieb geeignet. Das bewirbt der Hersteller ausdrücklich.

Unterhaltungskosten

Bezüglich der Steuern ist das mal wieder typisch deutsch. Obwohl als LKW zugelassen, muss man für den UAZ Bus (teure) PKW Steuern zahlen. Das Zollamt (in Deutschland verantwortlich für den Einzug der KFZ Steuern) schert sich nicht um die Einstufung des Kraftfahrtbundesamtes. Unter Berücksichtigung von Hubraum und Abgaswerten kommt man somit auf ca. 380…44EUR im Jahr. ;-)

Bei der Versicherung sieht es ähnlich aus. Auch wenn das Nutzungsprofil eher PKW ist, erfolgt hier die Klassifikation als LKW (z.B. LKW im Werksverkehr bis 3,5t). Das sind auf niedrigster Beitragsstufe nie weniger als 300…380EUR Haftpflicht im Jahr.

Darüber hinaus sollte man einen Puffer für Reparaturen im Jahr zurecht legen. Kleinigkeiten gibt es immer (siehe OLGA - Alltag), und leider ist ab und zu auch etwas Größeres fällig (wobei ich mit meiner Kupplungsgabel einfach nur Pech hatte :-P). Ca. 500EUR sollte man für Inspektionen und Reparaturen im Jahr schon ansetzen - je nachdem wieviel man im Alltag fährt!

Dafür wird man mit einem fabrikechten Oldtimer belohnt, der bei jeder Fahrt Freude macht - und bei dem es wenig gibt, was man nicht leicht wieder reparieren kann. ♥

(Diese Seite wird basierend auf Feedback kontinuierlich aktualisiert. Alle Angaben ohne Gewähr! 8-))

uaz_blog/olga_-_fakten.txt · Zuletzt geändert: 2018/12/03 von Uwe Fischer