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uaz_blog:olga_-_umbau

OLGA - Umbau

Nein, OLGA wird nicht komplett zum Campingbus umgebaut. Aber zu zweit übernachten sollte einfach möglich sein! (Denn natürlich ist ein solches Fahrzeug nicht zum „Haben“ sondern zum „Erleben“ 8-) ).

Eine gute Soundanlage, eine optionale Klimaanlage, eine Schlafwiese zum Ausklappen und wenn möglich eine Zweitbatterie… Das alles stand neben ein paar technischen Verbesserungen auf der langen „ToDo“-Liste. :-P

Weitere kleine Ein- und Umbauten werden hier nach und nach ergänzt (ganz ohne Stress - denn das „Werkeln“ soll ja auch Spaß machen :-)). Gern teile ich die Erfahrungen bei Montage und Betrieb… Es lohnt sich also hier öfter mal vorbei zu schauen - und nach Updates zu suchen. :-D

[Hinweis: Nach Klick auf das Bild, blättern mit Pfeiltasten (Tastatur) oder mit „Wischen“ (Smartphone).]

Sound

Ziel war es eine gute Beschallung „vorn“ und „hinten“ zu ermöglichen. Mit dem VDO Kienzle MCR-1016BT Autoradio und guten Pioneer Lautsprechern (und ein wenig Geduld beim Kabel verlegen :-P) ist das auch gelungen.

Schlafwiese

Eine einfaches Doppelbett zum Ausklappen - ohne die Sitze ausbauen zu müssen… Mit Siebdruckplatten, Klavierband-Scharnieren, Klappmatratzen und etwas Knobelei entstand die mobile Liegewiese (1,83m x 1,34m), die auch noch einfach verstaubar ist.

Schlafwiese - Update

Da sich die klappbare Schlafwiese bewährt hat, aber doch noch etwas unhandlich ist, sollte ein „Update“ her. Ziel: Passender, leichter, ergonomischer! :-D

Damit das Ausklappen einfacher ist, wurden die Dimensionen etwas eingeschränkt (alle Platten erhielten Abrundungen mit 30mm Radien, die beiden großen Platten wurden auf 885mm x 665mm verkleinert, die vier kleineren Platten wurden auf 880mm x 330mm verkleinert). Dadurch wird das „Entfalten“ deutlich klemmfreier (= passender 8-)).

Des Weiteren wurde die Dicke der Siebdruckplatten verringert auf 12mm. Damit ist das Aufbauen und Verstauen einfacher, da das Klappbett, bei ausreichender Stabilität, nicht mehr so schwer ist (= leichter :-P).

Zu guter Letzt wurden die 4 kleineren Platten noch mit 40mm Kreislochbohrungen versehen. Das macht das Handling deutlich einfacher, da man die Platten leichter „zu fassen“ bekommt (= ergonomischer LOL ).

Die Matratzen waren ursprünglich übrigens „von der Stange“. Es sind Klappmatratzen 180x65x7cm von FORTISLINE - mit sehr guter Passform. Das sehr weiche Füllmaterial wurde jedoch in der Zwischenzeit durch folgendes gute Material ersetzt „Kaltschaum fest HR40 SH50 (Schlafmatratze bis 90Kg)“ von http://schaumstofflager.de.

Innen und außen

Verschiedenes sanftes „Russentuning“ (nur kleinere Umbauten 8-)) von Kopfstützen über Frontgrill bis Campingtisch und Konservierung…

Reifen

Die orignalen Reifen sahen einfach zu sehr nach „Barkas“ aus und hatten kein M+S Symbol, deshalb wurden sie getauscht gegen geländefähige Allrounder, die schick aussehen und trotzdem nicht zu laut auf der Straße sind. Und ganz passend zum Russen auch vom Klassenfeind Nr. 1: „Made in USA“. Schöne DISCOVERER S/T MAXX von COOPER in der Dimension 225/75R16. :-P

Zweitbatterie

Damit das kleine russische „Campingbrot“ auch ein wenig autark laufen kann, sollte eine Zweitbatterie rein. Energie für 3h Kühlen oder Heizen - ohne danach nicht mehr Starten zu können. Ein Schaltkasten mit Trennrelais und Spannungsüberwachung soll Anschlussmöglichkeit für weitere 12V Verbraucher (2x KFZ-Steckdosen), Ladestation für Mobiltelefone (2x USB-Steckdosen) bieten und das manuelle oder automatische Trennen der Batterien ermöglichen. Dafür wurde das D+ Signal der Lichtmaschine abgegriffen. LOL

Zweitbatterie - Update

Schlechte Materialqualität machten ein Update der Zweitbatterieschaltung notwendig. Die Zweitbatterie wurde nicht mehr geladen, die Kabel waren durchgebrannt und die Sicherungshalter geschmolzen! 8-O Gut dass nichts weiter passiert ist.

Die Ursache stellte sich als einfach heraus: Die Kabel waren (entgegen der Angabe) keine Kupferkabel, sondern nur verkupfertes Aluminium und das Relais war unterdimensioniert. Beides zusammen wurde zu heiß. Dass die Zuschaltung über den D+ Anschluss der Lichtmaschine erfolgt, ist auch nicht gerade hilfreich, da es oft in dem Moment schaltet, wo der Anlasser noch den höchsten Strom zieht! :-\

Also wurden nun ordentliche Kupferkabel (16mm^2) verlegt. Und nach einer Zwischenlösung mit einem Softwaregesteuerten Relais, habe ich mich final für die Schaltung mit einem einfachen 200A Relais und einer elektronischen Zeitschaltung (Verzögert „ein“) nach D+ Signal der Lichtmaschine entschieden. :!:

Zuvor wurde das Relais auseinander genommen und begutachtet (es gibt hier leider viel schlechte Qualität). Anschließend wurde das (bessere) Relais mit einer Freilaufdiode versehen. - Ein Zeitschaltmodul sorgt dafür, dass erst 10s nach der Ladekontrolle (D+) geschaltet wird (und somit der Anlasser nicht mehr läuft). Folgende Teile wurden verbaut: :-D

  • „Universell einsetzbares 12V Relais mit 1 Schließer Kontakt, Maximalstrom 200A“ von Rotek
  • „DC 12V Verzögerungs Relais Modul Schalter NE555 Timer 0-20s“ von GEREE

Prima Klima

Einfachste Möglichkeit die Kabine (auch bei Stillstand) zu kühlen oder zu heizen: Die mobile Klimaanlage U-GO von Autoclima http://www.u-gofresco.com/de/ ( schon wieder 'ne italienische Firma :-P). Sie braucht mindestens einen Abluft-Weg - ein neues „Loch“ in die Karosse wollten wir dafür nicht „bohren“, also einfach die bestehende Lüftungsöffnung angezapft… Darüber hinaus benötigt sie nur einen 12V Anschluss. :-D

Prima Klima Update

Für noch besseres Klima musste nun doch ein weiteres Loch in die Karosse. Jetzt hat die U-GO Klimaanlage endlich eine Öffnung für die Luftzufuhr (die bestehende Öffnung) und eine effiziente Abfuhr (neues 80-iger Loch). 8-) Dafür wurde ein Lüftungsgitter (Edelstahl Rund Stutzen DN 80mm) mit einer Rohrschelle von innen befestigt und mit Dekaseal 1512 abgedichtet.

Das verbessert die Effizienz der Klimaanlage spürbar, denn zum einen wird die Warme Luft wirklich nach außen geführt und zum anderen sind die Strömungeverhältnisse bei geschlossenem Fenster nun endlich optimiert (Druck). :-P

Klima Tausch gegen Kühlschrank

Da die U-GO Klimaanlage nun schon zum zweiten Mal defekt war (interne Leitungen undicht und Kältemittel entwichen), wurde sie nun endlich rausgeworfen. ;-) Wir tauschen Luxus gegen Praxis und schaffen Platz für einen sehr effizienten Kompressorkühlschrank.

Genauer gesagt fiel die Entscheidung auf die Dometic CoolFreeze CDF 18 (tragbare elektrische Kompressor-Kühlbox/Gefrierbox, 18 Liter, 12/24 V für Auto, Lkw oder Boot mit Batteriewächter). Diese Kuhlbox hat zwei unschlagbare Vorteile: Sie kann Kühlen und Einfrieren -und- sie verbraucht im Kühlbetrieb im Durchschnitt weniger als 1A Strom. Das heißt die kann locker durch die Solarpanels versorgt werden! :-P

Rollos

Wie erreicht man etwas Sonnenschutz bei Tag und eine optionale Verdunkelung zum Schlafen - bei gleichzeitig wenig Platzbedarf? Die Lösung fiel auf italienische Sonnenrollos von FILTRAVEDO - kombiniert mit speziellen Kajak-Haken zum einrasten. 8-)

Hupe

Der Klang der originalen „Trabi“-Hupe war einfach zu jämmerlich für OLGA. Also war auch hier ein Austausch gegen italienische Zweiklangfanfaren angesagt. Natürlich mit Extra-Relais um den Hupenschalter im Lenkrad nicht zu überlasten. Klingt prima! :-D

Nebelschlussleuchte

Die Position und Ausführung der vom Werk (seit jüngster Zeit) angebrachten Nebelschlussleuchte ist einfach nicht geländetauglich! 8-)

Also wurde „hochgerüstet“ mit einer historischen DDR Leuchte plus Leuchtmittel. Diese ließ sich dann auch „oben“ montieren (ohne mit der Tür zu kollidieren). Jetzt steht den nächsten „artgerechten Haltungs“-Abenteuern nichts mehr im Wege! :-P

Konservierung

Zusätzlich zu der bereits aufgetragenen Dinitrol-Versiegelung, haben wir OLGA eine kleine Fettparty gegönnt! :-P

Dabei wurden alle Hohlräume und große Teile des Unterbodens mit Mike Sanders Korrosionsschutzfett „versorgt“. Hier hat jeder „sein Fett wegbekommen“ - auch die Kamera! LOL

Gardinen

Passend zum Retro-Bus gab es nun endlich auch Gardinen für OLGA! 8-) Dies ist bereits der zweite Anlauf. Der erste Versuch ist trotz guter Planung (siehe selbst erstelltes Dokument am Anfang der Bilderreihe) leider schiefgegangen. Das Gardinenstudio in der Nähe war damit überfordert! m(

Doch dann habe ich bei der erneuten Suche im Netz einen Anbieter gefunden (SPEZO GmbH http://www.auto-gardinen.de), der in seiner Bildergalerie neben Mercedes und VW sogar auch UAZ aufgeführt hatte. Ich habe nicht schlecht gestaunt, aber der Werbespruch hätte es verraten müssen: „Gardinen für Fahrzeuge der Premium-Klasse!“ LOL Typisch Berlin, denn der Anbieter ist praktisch „umme Ecke“ - fantastisch! :-D

Also gleich bestellt (incl. Trennvorhang zum Fahrerhaus) und in nur 3…4 Wochen später wurde es auch schon geliefert - in sehr guter Qualität - und perfekt gekennzeichnet und einzelverpackt! Der Einbau erfordert etwas Geduld (und einige Ersatzbohrer :-P).

Tipp: Für's Blech nicht die besten HSS Bohrer nehmen, die können auch zu hart (= spröde) sein und leichter brechen (besonders bei Doppelblechen, die während des Bohrens vibrieren). Lediglich bei 2 Maßen mussten die Schienen (aufgrund von Gurtbefestigung und russischen Toleranzen) noch etwas bearbeitet (gekürzt) werden. Finales Urteil = Absolut Top! Gemütlich, praktisch und retro-schick! :-P

Anhängerkupplung

Es wurde Zeit, OLGAs originales „Russenzugmaul“ durch eine stabile Anhängerkupplung (mit Traverse zum Rahmen) zu ersetzen. ;-) Nun kann endlich satte 2,5t mit dem UAZ ziehen - und so beim nächsten Offroad Treffen beide „Russen“ zum „Spielen“ mitbringen. (Das Sonntagsfahverbot für „meine LKW Kategorie“ für Privatzwecke wurde aufgehoben). - Ein verwirklichter Traum. 8-)

Leider ging der erste Anlauf schief. Die speziell für den UAZ in Tschechien angefertigte (und zugelassene) Anhängerkupplung hängt für einen „normalen“ PKW-Anhänger viel zu hoch. Es sind gemessene >52cm statt 35…42cm. Das ist zulassungstechnisch zwar OK, denn OLGA ist ja ein „Offroad-LKW“, aber wenn man 'nen „ganz normalen“ Hänger mietet, einfach nicht zufriedenstellend. :-|

Aber „Jeht nich jibs nich“! Lösung brachte eine „Kugelverstellplatte“ von http://www.aukup.de/Zubehoer/AHK-Zubehoer/Kugelverstellplatte::5254.html. Die ist im Original aus Schweden und besitzt eine e-Zulassung. Ich habe gleich noch einen Kugelkopf mitbestellt…. „Sieht russisch aus“, meinte mein Schrauber-Meister, als ich ihm meine fertige Lösung zeigte! Na dann passt sie ja perfekt zum Fahrzeug. LOL

Innenraum

Praktisches Innenraum-Tuning für längere Fahrten: Sowohl auf dem Klimawürfel im Fahrgastraum, als auch unterm „Armaturenbrett“ wurden IKEA KOMPLEMENT Ablagen erfolgreich zweckentfremdet! :-P

Endlich wurden nun auch robuste und schicke Getränkehalter montiert (damit die Flaschen nicht immer im Bus rumkullern :-P).Sie sind zweckentfremdet - sind eigentlich für Tischfußball (Kicker). (TUNIRO® Flaschenhalter aus verchromtem Stahl).

Frischluftgitter

Damit es bei Camping innen weniger beschlägt, sollten Frischluftgitter eingebaut werden. Die Wahl fiel auf Frischlüfter „PKW Typ 1“ von http://huelsberg.de/camping-freizeit. Sie sind robust (pulverbeschichtet), universell (verstellbare Breite) und werden einfach in die vorderen Seitenscheiben geklemmt. Der kleinste Typ passt ohne mitgelieferte Verbreiterung. Perfekt-einfache Lösung! :-D

Nebelscheinwerfer

Bei unserer letzten Reise haben wir im starken Nebel gute Scheinwerfer vermisst, das originale Abblendlicht sitzt viel zu hoch und erzeugt nur eine „weiße Wand“. Also nachrüsten! 8-). Natürlich wäre aus Beleuchtungssicht eine Befestigung „unter“ der Stoßstange sinnvoll, da dadurch aber „Böschungswinkel“ zu stark beeinträchtigt werden würde (hinten hatte ich im Gelände schon eine Nebelschlussleuchte „geopfert“ ;-)) erfolgt die Montage „auf“ der Stoßstange.

Auf ebay konnte ich runde (perfekt passende) AKA Electric Halogen-Scheinwerfer aus DDR-Produktion ersteigern. :-D Das für den Einbau notwendige Relais wurde direkt neben dem Hupen-Relais platziert. (Diesen mit 25A abgesicherten Stromkreis habe ich auch gleich für die Stromversorgung verwendet! 8-)). Der Schalter ist ein Heckscheibenheizungsschalter aus dem Lada Samara, den ich mit 'nem Nebelscheinwerfer-Symbol überklebt habe! Passt! LOL

Dichte Scheiben

Nach dem es im letzten Jahr 2x extrem nasse Füße gab, musste endlich eine Lösung für die undichte Windschutzscheibe her. Das originale Scheibengummi (mit relativ kurzen Dichtlippen) schafft es einfach nicht das russisch-wellige Blech des Fensterrahmens auszugleichen! LOL

Leider halfen kleine Hausmittelchen nicht, diese Undichtigkeiten dauerhaft zu beseitigen. Erst ein großzügiges Unterspritzen plus ein Extra-Aufbringen einer „Naht“ von „Liqui Moly 6196 Scheibenabdichtung, abtupfbar“ brachte nun den gewünschten Erfolg! Sieht zwar nicht so schön aus (ist eben kein Silikon), dafür ist die Frontscheibe durch die dauerelastische (klebrige) Masse nun endlich wirklich dicht! :-P

(Die Ausstellfenster bleiben konstruktionsbedingt weiterhin etwas undicht, aber dafür auch wartungsfreundlich. ♥)

Heizung

Wer jetzt einen Einbaubericht einer Planar 2D Diesel-Luftheizung oder einer sonstigen, komplizierten Standheizungsanlage erwartet, wird enttäuscht sein…. Dafür campen wir einfach viel zu selten (und ein paar Stunden Wärme liefert auch die oben beschrieben U-GO). :-P

Für wohlige Wärme in kalten Nächten im Offroadpark oder an der Ostsee wird von jetzt an ein stilechter, originaler (brandsicherer) Bahnheizkörper des VEB Elektrowärme Döbeln sorgen! Einen solchen fast 40 Jahre alten 220V/750W DDR-Heizer habe ich bei ebay Kleinanzeigen in einem traumhaften Zustand erworben! ♥

Dieser Bahnheizkörper wurde direkt unter die Sitze der 3. Reihe geschraubt werden (ähnlich wie in den alten S-Bahnen 8-)). Er wird den kleinen Bus dann per Steckerthermostat und Kabeltrommel ausreichend erwärmen. 8-)

Freilaufnaben

Seit mehr als 2 Jahren liegen die schicken brasilianischen Freilaufnaben von AVM schon in Olgas Ersatzteilkiste. - Ich habe sie einfach noch nicht eingebaut.

Wozu sind diese Freilaufnaben gut? Nun ja, standardmäßig hat der UAZ Hinterradantrieb. Das heißt die Kraftübertragung erfolgt vom Verteilergetriebe zu 100% auf die Hinterachse. Trotzdem läuft die Vorderachse aber mit, da sie mit dem Vorderrädern verbunden bleibt und nur im Verteilergetriebe getrennt wird.

Die Freilaufnaben setzen genau hier an. Einmal auf der Achse montiert, lässt sich der Antrieb einfach „verbinden“ oder „freischalten“ (= mechanischer „Umschalter“). Im freigeschalteten Zustand läuft dann nicht nur die Vorderachse, sondern der gesamte Vorderachsantieb (bestehend aus Vorderachsdifferenzial Kardanwelle) nicht mehr mit.

Der etwaige Vorteil beim Spritverbrauch ist vernachlässiger, aber nachdem sie im Frühling endlich reinkamen, habe ich mich gefragt, warum ich so lange gewartet habe. OLGA ist besonders beim Anfahren um einiges agiler! - Kein Wunder, nun muss die Achse, das vordere Differenzial und die Kardanwelle nicht mehr mitbewegt werden! Klasse! :-P

Darüber hinaus kann man jetzt mal mit Hinterradabtrieb UND Untersetzung fahren - um z.B. bei schwerem Hänger nicht gleich die Kupplung zu killen z.B. beim Manövrieren. ;-)

Vordach

Beim Campen haben wir bei schlechtem Wetter nun schon zwei mal ein kleines Vordach vermisst…. Eine komplette Markisenleiste dauerhaft am Auto befestigen wollte ich dafür aber nicht. :-P

Die Lösung für dieses „Problem“ war ein „mobiles Vordach“ - oder besser ein „Motor Tarp“ von Qeedo (http://www.qeedo.de/produkte/busvorzelte/qeedo-motor-tarp/). Es fiel besonders ins Auge, weil es leicht ist und verstärkte Abspannpunkte sowie robuste (verstärkte) Nähte hat. Es wird mit flexibel einstellbaren (leichten) Alu-Teleskopstangen, sowie (antatt mit „dünnen Fäden“) mit stabilen Abspannbändern und Karabinern geliefert! :-D

Die Befestigung über einen sogenannten passenden Schleusenstab erwies sich an der langen Regenrinne von Olga etwas fummelig (sie war zwar „gerade genug“ - aber die Befestigungsklammern mussten mit neuen Gummis erstmal aufgearbeitet werden - aber was solls = ist man ja vom Russen gewohnt LOL).

Der Praxistest zeigte gute Tauglichkeit bei Regen und Wind, wenn man eine Seite etwas weiter „runter“ spannt - Dank flexibler Teleskopstangen = kein Problem! Tolles Produkt! Einfach und gut = wie OLGA eben. :-P

Dachfenster

Durch einen glücklichen Zufall kam ich über das UAZ Forum an ein perfektes, russisches „Sonnendach“ YUMK-100, das für die Buchanka geeignet ist und genau zwischen zwei „Dachtraversen“ passt! :-D

Auf der russischen Webseite des Herstellers (http://www.unitmk.ru/productions/04/ ) wird sehr schön geworben: Das Fenster „hilft, den Innenraum zu belüften, bis zu einem gewissen Grad den Mangel an Klimaanlage auszugleichen.“ ;-)

Alte UAZ 452 waren noch mit einer Dachluke ausgestattet, die diesen Zweck erfüllt… Das Fenster soll aber nicht nur belüften, sondern auch ein wenig mehr „Licht und Freiheit“ schaffen (ähnlich wie ein Guckloch in einem Sojus Raumschiff :-D).

Der Einbau erfolgte an einem Tag, und dauerte doch länger als erwartet, da der gesamte vorere „Himmel“ raus musste und noch eine Traverse vorsichtig angeschnitten werden musste. Gelobt sei die Flex. :-P

Die mitgelieferte Papier-Schablone erwies sich als etwas unstabil (und auch zu klein :-P). Deshalb wurde das Dach doch direkt markiert…. Dann mit Kegelbohrer anbohren, gerade Schnitte mit der elektrischen Blechschere (Makita JS1660 = ein Traum), Bogen mit dem „Nibbler“, entgraten, fertig. = Theoretisch. :-D

Natürlich muste einiges nachgearbeitet und improvisiert werden. - Viel Fummelei, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen! = Es ist ein ganz neues Fahrgefühl. ♥ Mehr Sonne, mehr Freiheit (und dabei nicht lauter)!

Solaranlage

Lange hab ich damit gerungen Olga mit einer Zusatzenergieversorgung auszustatten. Aber es ist absolut sinnvoll! Die (originale) Lichtmaschine hat Schwierigkeiten beide Batterien (plus Klimaanlage) zu versorgen, und wenn man ein paar Tage steht, ist die Batterie durch die verschiedenen Verbraucher schnell entladen. - Also warum nicht die geniale Sonnenenergie nutzen und das große Sonnendeck von Olga mit ein paar coolen Kollektoren ausstatten? :-P

Die Komponenten wurden sorgfältig ausgesucht. Bei den Solarpanels fiel die Wahl auf flexible Panels von http://www.greenakku.de. Anstatt eines großen (etwas unhandlichen) 100W Panels wurden zwei kleinere 50W Panels aussgesucht (GreenAkku Ecoflex®, 50Wp flexibles Solarmodul, Monokristallin, in langer Ausführung (970 x 360 x 3mm), mit stabilem 0,8mm Aluminiumkern), welche perfekt zwischen die Quertraversen auf's Dach passen und von „unten“ kaum sichtbar sind! Auch wird damit die Fahrzeughöhe nicht überschritten (damit Olga noch in die Tiefgarage passt LOL).

Die Auswahl des Ladereglers war schon schwieriger. Natürlich sind moderne MPPT Regler die bessere Wahl im Vergleich zu herkömmlichen PWM Reglern, da sie (unter bestimmten Umständen) noch mehr aus den Zellen herausholen können. - Mein Lastenheft sah aber etwas anders aus: Erstens soll einfach ablesbar sein, wie gut die Zellen arbeiten! Zweitens soll die Batterie in der Tiefgarage durch den hohen Eigenbedarf des Solarreglers nicht „leergesaugt“ werden. Der Kandidat „Phocos CXup 10 Laderegler PWM 12 V, 24V 10A“ erfüllt diese Anforderungen perfekt (Ladezustand und Energieflüsse werden auf einem LC Display dauerhaft und einfach dargestellt und das bei einem Eigenstrom-Verbrauch von nur < 4 mA). :-D

Ein erster Test der Solarmodule (empfehlenswert bevor man sie fest mit dem Fahrzeug verbindet :-P) fiel positiv aus. Ca. 3A Kurzschlusstrom pro Modul und ca. 1,5…3A Ladestrom bei Parallelschaltung von zwei Modulen sind gute Werte! 8-)

Nach etwas „Denkpause“ (für die beste „Klebelösung“) erfolgte die Montage nun final mit 3M Klebefolie. Anschließend wurden die Kanten mit Eternabond Roof Seal Klebeband versiegelt. Die Kabeldurchführung wurde nicht mit den klassischen Solar-Kabeldurchführungen realisiert (die waren einfach zu hoch :-P), sondern mit einer dichten Lösung aus dem Schiffsbau (eine 90° Kabeldurchführung Nylonvon Waterloft, Hersteller: http://indexmarine.com). :-D

Das Kabelverlegen und Anschließen hat bei der ganzen Operation am längsten gedauert, aber der Aufwand hat sich gelohnt! Die Panels laden nun die Zweitbatterie (im Stand und unterwegs :-P) und liefern genug „Saft“ für den Kompressorkühlschrank. Ein Stück mehr Freiheit! Olga ist jetzt ein Solarmobil! LOL

Armlehnen

Rechtzeitig vor unserer nächsten großen Reise musste noch etwas am „Fahrkomfort“ verbessert werden. Die Sitzposition wie im LKW ist ja schon genial: Das Lenkrad schön groß, den rechten Arm kann man sehr gut auf der „Motorhaube“ ablegen - nur der linke Arm hat keinen Halt… :-P

Also mussten Armlehnen her. Woher nehmen - wenn nicht stehlen? 8-) Was liegt also näher als beim kleinen russischen Bruder zu „klauen“?! Die originalen hinteren Armlehnen des Lada 2103 (es sind die gleichen wie beim Lada Niva 1600) eignen sich hervorragend dafür. :-D

Nur 2 neue Löcher mussten gebohrt werden. Für eine einfache Montage und Demontage wurden gleich vernünftige Einpressgewindemuttern „gesetzt“. Das Ergebnis ist genial! LOL Endlich lässig den Ellenbogen ablegen und trotzdem die ganze Zeit die Hand am Lenkrad behalten! - Warum fällt mir das erst nach 22Tkm ein? Ich liebe es! ♥

Spiegel

Die originalen Außenspiegel sind zwar schön klein, allerdings flattern sie bei höheren Geschwindigkeiten einfach unerträglich. :-P Also wirde auf die neueren EU zugelassenen Spiegel mit Metallbügel (von AMC ♥) umgerüstet.

Das Ergebnis überzeugt, kein störendes Flattern mehr und kaum toter Winkel - allerdings sind sie RIESIG! LOL So macht auch Rückwärtsfahren Spaß!

Hier geht's weiter zu Olga - Infos (mit ein paar subjektiven Faken und Tipps & Tricks).

uaz_blog/olga_-_umbau.txt · Zuletzt geändert: 2019/10/13 von Uwe Fischer