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Sicherheitstraining

Nach 7 Seiten Forumsdiskussion im Technik-Forum zum Thema ging's mit Lada und Lomo am Samstag, den 17.03.2012 nun endlich los: Zum Fahrsicherheitstraining mit 7 Ladas und zwei „Fremdfabrikaten“ ins Fahrsicherheitszentrum Berlin.

Die Vorbereitung hatte schon echt Spaß gemacht. Wir freuten uns auf die angebotene Anpassung der Übungen und Abläufe auf unsere „puristischen“ Fahrzeuge (die nicht über moderne Fahrassistenzsysteme wie ABS, ESP verfügen) und natürlich die Option mit dem Grill!… :-P

Bei bestem Wetter (bis zu 21°C) und strahlendem Sonnenschein war die Mannschaft pünktlich und gut gelaunt am Start. Ganz unterschiedlich „bereift“ warteten 7 Nivas, sowie ein 5,2 Liter Jeep und ein „böser“ R32 Golf (als würdige Benchmarkfahrzeuge) auf folgende Trainingsinhalte:

  • Gefahrenbewusstsein trainieren, vertiefen,
  • Gefahren vermeiden, bewältigen
  • Fahrzeughandling, Blickführung
  • Übungen: Slalom, Bremsübungen, Ausweichen, unterschiedlicher Grip

Wie sich sogleich herausstellte, war das Training ooch 'n Klasse-Nachilfekurs in „Berlinerisch“! Unser Trainer (auf seiner Mütze stand „Ersatzpylone“) hätte mit seinen Fahrlehrer-Stories sicher auch im Abendprogramm großen Erfolg! Auch wenn die Kommentare manchmal etwas hart waren (ja der Berliner trägt sein Herz eben auf der Zunge), so war doch auch das Einzel-Coaching mit vollem Körpereinsatz schon Klasse.:-D

Die selbst organisierte „Bring-a-Bottle“-Verpflegung hat gut geklappt! Jeder hat was mitgebracht, nur der Grill zickte rum. Aber jeht nich jibs nich. Mit erster Hilfe und viel Puste wurden auch tiefgefrorene Steaks heiß und lecker.

Das Gelände hatte den Charme eines Testgeländes in Togliatti. Gut, dass das Training bei Vielen die Angst oder den Respekt vor 'ner richtigen Vollbremsung reduziert hat. Wir haben zwar lange „nur jebremst“ - aber interessant, wie viel man dabei schon dazu lernen kann.

Faszinierend, wie gering doch die Unterschiede durch die Reifen in den Übungen waren. Die „bösen“ Voltyre-Stollen waren auch auf Nässe/Glätte viel besser als erwartet. - Achtung dit is keen Freibrief!

An dieser Stelle möchte ich gern unseren Notausgangsparker zitieren: „Bei mir ist an diesem Wochenende auf Grund der Möglichkeit, baugleiche Fahrzeuge mit unterschiedlicher Bereifung in Aktion zu sehen, die Erkenntnis gereift, dass es offensichtlich effektiver und damit sicherer ist, mit vermeintlich schlechten Reifen RICHTIG zu bremsen, als mit nachgesagt guten Reifen FALSCH zu bremsen. Das kann jeder aus diesem Kurs nachvollziehen, der sein allererstes Bremsergebnis mit den nachfolgenden Versuchen vergleicht. Da liegen Welten dazwischen. So gesehen bringt es meiner Meinung nach mehr, Geld und Zeit in ein Sicherheitstraining zu investieren, statt sich die besten Reifen der Welt zu holen.“

Beeindruckend war auch auf trockener Straße der reale Bremswegunterschied zwischen 50 und 30 km/h. Ja, unser Trainer hat es in den „Zwischenbelehrungen“ echt geschafft, mit viel Spaß und Humor, Erfahrungen und Wissen ohne erhobenen Zeigefinger wirksam rüber zu bringen.

Schön, dass sich wesentliche Regeln vom Motorradfahren -doch- auch auf's Auto übertragen lassen. (Blickführung ist eben doch das „A“ und „O“! Nein, nicht das Schlagloch oder den Kegel anvisieren! Und nein, die Motoren sind durch die Bremsmanöver nicht nach vorn gerutscht. Ein wenig Zeit für den Erfahrungsaustausch blieb auch noch.

Positiv, dass man mit gestärktem Gefühl, Gespür und Bewusstsein aus dem Training geht! Ist zwar 'ne Plattitüde, aber so ein Fahrsicherheitstraining lohnt sich wirklich! („Utschitza, utschitza i jeschoras utschitza!“)

Hat Spaß gemacht mit Lada & Friends! :-D

videos/sicherheitstraining.txt · Zuletzt geändert: 2016/02/07 von Uwe Fischer

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