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Wolga - Fahrwerk

Aufgrund des Alters sind natürlich einige Gummi-Teile des Fahrwerks ausgeschlagen oder porös. Das wird nach-und-nach ausgebessert.

Das schiefe Lenkrad wurde bereits mit einer selbstgebastelten Abziehvorrichtung korrigiert.

Das angeblich vom Vorbesitzer abgedichtete Lenkgetriebe wurde mit dem richtigen Öl befüllt (es war dünnes Motoröl statt Getriebeöl drin) und am Stirndeckel neu abgedichtet. Endlich tropffrei wurde das Lenkgetriebe jedoch erst nach Tausch des Lenkgetriebeöls gegen Oldtimer-Getriebefließfett (Danke für den genialen Tipp an Stan). Mit einer Fettpresse und einem selbstgebasteltem Gummi-Adapter konnte es gut eingefüllt werden.

Update: Die Ursache des lauten Fahrwerk-„Polterns“ (vorn) bei Fahrbahnunebenheiten ist auch endlich gefunden. Es war zu viel Spiel im Lenkgetriebe. Die Einstellung ist mit 30-er Nuss und 12-er Inbus schnell erledigt (Tipp: Nicht zu wenig Spiel einstellen, sonst kommt das Lenkrad nach Kurvenfahrt nicht mehr zurück ;-))

Update: Das Ersetzen der hinteren Stoßdämpfer war spannend, da man zum Lösen der (defekten) Gewinde im Kofferraum sitzen musste. LOL Endlich gehört das Klappern der (trockenen) Dämpfer nun der Vergangenheit an.

Update: Der Sommer 2021 wurde genutzt um zu fahren und Ersatzteile aufzutreiben. So habe ich eine vor 30 Jahren regenerierte Achse und nagelneue Blattfedern auftreiben können. Die Achse wird erstmal gestrahlt und gecheckt… Es geht voran! 8-) Zusammenfassung:

  • Einstellung Lenkrad
  • Einstellung Lenkspiel (Lenkgetriebe)
  • Ersatz des Schmierstoffes im Lenkgetriebe (Getriebefließfett)
  • Erneuerung Stoßdämpfer hinten
  • Abschmieren des gesamten Fahrwerks und Antriebsstranges

Hinterachse

Die größte Fahrwerks-Baustelle dauerte auch am längsten. Die Hinterachse machte üble Mahlgeräusche (Lagerschaden) und die Blattfedern waren nach fast 40 Jahren einfach schon müde und schief.

Lange habe ich gesucht. Durch Zufall fand ich eine Kleinanzeige mit einer regenerierten GAZ 24 Hinterachse. Klasse, dachte ich! Die Sache hatte nur einen Haken: Die Achse wurde im Jahr 1989 aufbereitet und lag danach über 30 Jahre einfach nur „rum“ - zum Teil draußen. LOL

Vielen Dank an Timi von Strahlwerk Berlin für die äußere Aufbereitung und an Sven von https://www.ctw-offroad.de für den inneren Check und die fantastische Unterstützung bei den schweren Arbeiten. - Endlich keinen „Hänge-Po“ mehr! ♥ Folgende Arbeiten wurden erledigt:

  • Regenerierte Achse sandgestrahlt und beschichtet
  • Alte, mahlende Hinterachse ausgebaut und durch die regenerierte Achse ersetzt
  • Dabei die Kreuzgelenke der Kardanwelle getauscht (die waren natürlich auch hin)
  • Die hinteren müden Blattfedern durch nagelneue Ersatzteile (Danke Daniel) ersetzt
  • Dabei über den anderen (einfacheren) Aufbau der Federaugen gestaunt
  • Achse mit neuen Federbügeln ausgerichtet und Bremse wieder gangbar gemacht
  • Jetzt steht er so schön hoch, dass Getränkekisten einladen wieder zum Sport wird! LOL

Update

Da der Wolge bei ca 90km/h eine dröhnende Resonanz hat, habe ich sowohl das Getriebe ausgerichtet (die alte Getriebehalterung mit Federn und Unterlegscheiben zentriert), als auch den Kardanwellen-Flansch nochmal gesäubert, versetzt und mit der Original Dichtung (Tipp: aus dem Trekker-Zubehör für MTS Belarus ;-)). Leider hat es nicht so viel gebracht. Vielleicht ist das ja beim Wolga normal?

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